20. SCHIELEfest NÖ 2021

in Maria Anzbach, Neulengbach, Niederösterreich

„Eine andere Zukunft denken“ / Über Utopien und Dystopien

Das 20-jährige Jubiläum

Im Jahr 2021 stellt sich das SCHIELE fest NÖ 2021 der Frage nach Äquivalenzen und Differenzen zwischen utopischen und dystopischen Aspekten in Schieles Werk – den großen Hoffnungen und Ängsten einer Zeit, die geprägt war von großen Entdeckungen und Aufbrüchen in Kunst, Wissenschaft und Politik. Einem Rückblick auf zwei Jahrzehnte fruchtbarer gemeinsamer Arbeit stehen visionäre Utopien einer postpandemischen Zukunft gegenüber. Somit führt das Jubiläumsjahr wesentliche thematische Stränge – Liebe, Sexualität, Tod, Aufbruch und Untergang, Ausgrenzung und Widerstand – zusammen und stellt die Frage nach unserer gemeinsamen Zukunft. Dabei werden Schieles „Utopien“ – seine radikale Sicht auf alles Lebendige – im Licht gegenwärtiger Umbrüche beleuchtet.

Es kommt darauf an, das Hoffen zu lernen.
Ernst Bloch, Das Prinzip Hoffnung, Vorwort

Wem heute nach Utopie verlangt, der landet fast unausweichlich bei den Dystopien: deren Laden ist reichlich gefüllt, während das Geschäft daneben mit den Utopien in den Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts zugesperrt hat. Das Geschäft scheint seither leer zu stehen – Leander Kaiser

Das Streben nach neuen künstlerischen Visionen, Formen, Farben und Arbeitsweisen geht immer auch einher mit sozialen Forderungen, politischen Umbrüchen und der Suche nach alternativen Lebens- und Wahrnehmungsformen, wie sie sich beispielsweise in der Lebensreformbewegung der vorletzten Jahrhundertwende äußerten. – Eva Brenner

Samstag, 18. September 2021, 11:00 – 20:00 Uhr

Programm

Künstlerischer Wandertag in 2 Stationen

Station 1: Landhaus Peter&Eva Maria Anzbach

Großraßbergstraße 22, 3034 Maria Anzbach

11:00 Empfang Frühstück
Begrüßung Dr. Eva Brenner: 20 Jahre SCHIELE fest NÖ

12:00 – 15:00 Symposium: „Eine andere Zukunft“
Kurator/Moderator: Dr. Leander Kaiser
TeilnehmerInnen:
Dr. Lisa Fischer, Dr. Annemarie Klinger, Lydia Mischkulnig, Dr. Franz Schandl

„Ich ewiges Kind“: Lesung nach Texten von Egon Schiele mit Eva Brenner und RRemi Brandner

15:00 Kaffepause
Transfer zum TANK.3040.AT

Station 2: TANK.3040.AT

Schubertstraße 9, 3040 Neulengbach

16:30 Performance „Rainer Maria Rilke: Meine Engel“ mit RRemi Brandner
Regie: Eva Brenner Musik: Fanya de Stella

17:30 Ausstellung Karin Frank, „ICH ist DIE Andere“
Kurator: Leander Kaiser

„THE PING OF DEATH – ABSTURZ INS FUTUR“ Videoinstallation mit Musik von Graf+Zyx

Ab 19:00 Gemütlicher Ausklang

Gratis Shuttlebus zwischen den Stationen | Eintritt: Freie Spende (15 Euro+)

Der TANK.3040.AT ist am Sonntag, 19. September 2021 von 17:30 bis 19:30 Uhr zusätzlich für die Ausstellung geöffnet.

KünstlerInnen, Vortragende, Team (u. a.): RRemi Brandner (A), David Borja (EC), (A), Eva Brenner (A/USA), Monika Demartin (A), Lisa Fischer (A), Karin Frank (A), Graf+Zyx (A), Erich Heyduck (A), Leander Kaiser (A), Annemarie Klinger (A), Lydia Mischkulnig (A), Andrea Munninger (A), Franz Schandl (A),  Fanya de Stella (A/BG) u. a. Künstlerische Gesamtleitung: Dr. Eva Brenner (A/USA)

Das SCHIELE fest NÖ 2021 findet konform zu den zum Veranstaltungszeitpunkt aktuellen Covid-19-Sicherheitsbestimmungen statt – denn Ihre Gesundheit steht an erster Stelle!

Veranstaltet von PRO & CONTRA – Verein für interkulturelle Aktivitäten Austraße 44, 3040 Neulengbach, +43 699 19900952, office@schielefest.org, www.schielefest.org

Wir danken unseren Sponsoren und Unterstützern 2021:
BMKÖS, Kunst, Land NÖ Kulturabteilung, Raiffeisen Wienerwald, Gissauer, Graf&Zyx, NÖN, Bezirksblätter, Weinhof Pöschl, Teleprint, Gemeindezentrum Maria Anzbach, Gemeinde Neulengbach, die GRÜNEN Maria Anzbach, Mao Fruit Juice, Sparkasse Neulengbach, Stadtgreißlerei Brutschy, Fleischerei Köcher, Immobilien Mörtl, Bäckerei Simhofer, Murauer It Solution, Lieblingstyle, Reformhaus Sonnenschein, Zur Mühle, Speiselokal

Anfahrt: A1 bis Preßbaum und Bundesstraße bis Maria Anzbach, oder Regionalzug bis Maria Anzbach bzw. Neulengbach

Kind mit Nimbus auf Blumenwiese, 1909, Egon Schiele, Tinte laviert und Bleistift, Kallir D. 369, Albertina Wien